Montag, 14. Oktober 2013

Oktober Gedanken

Oktober. November. Dezember. Wie schön das in den Ohren klingt. Der Herbst und der Winter waren immer meine Lieblings Jahreszeiten. Ich mag, wie die Blätter ihre Farbe wechseln, den Wind, den Regen und die langen Nächte. Liebe es alleine durch die Strassen zu laufen. Nur die Musik und ich. Einatmen, Ausatmen und fühlen. Die süsse Melancholie. Ich kann mir nicht schöneres und doch traurigeres vorstellen. In Gedanken immer woanders. Alles ist wie ein Film. Menschen dienen als Nebenfiguren und Stimmen sind Hintergrundgeräusche. Denke lieber nach.

Unlce Jed - Brother 
Mein Lieblingssong der Woche 

Letzte Woche war ich in Amsterdam und ich liebe es dort. Die Leute sind cool und die Stadt ist bezaubernd. Mich interessieren nicht die Coffeeshops, die man alle Zehn Meter vorfindet. Ich beobachte lieber. Lächeln muss ich nur schon beim Gedanken, wie alle auf ihren Fahrrädern fahren. Schön fand ich vor allem die schief stehenden Häuser und die Fensterläden. Die Grachten machen alles sowieso noch  romantischer. China Town war zwar etwas kleiner als erwartet, aber geschmacklich konnte mich das Essen überzeugen. War natürlich alles Frisch.  Am meisten fand man mich bei den Secondhand Läden oder in kleinen Antiquitäten Geschäften. Im grossen The American Bookstore verweilte ich auch Stunden und durchstöberte alle Regale.  Ich entdeckte einige Schätze, die ich schon länger suchte, konnte aber doch nichts kaufen, da die anderen schon auf mich warteten. Auch auf dem Flohmarkt verbrachte ich viel Zeit und fand einiges das mir gefiel.. Beispielsweise kleine Steinanhänger für Ketten und eine goldene Taschenuhr. Ode aber auch ein selbstgemachtes Buch zum reinschreiben. Ich sollte hinzufügen, dass ich von Notizbüchern und Papier besessen bin. Seit ich klein bin sammle ich solche Bücher. Zuhause habe ich eine Ganze Schublade voll, nur mit Papier und verschiedenen Notiz/Skizzen Büchern. Meistens kritzel ich einfach irgendwas rein. Oftmals sind es Zeichnungen, Gedanken oder Geschichten. 


In Amsterdam fand ich auch endlich wieder Ansporn, etwas in mein Skizzenbuch zu zeichnen und ein Buch zu Lesen. Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass ich mit meiner Familie dort war. Alle zusammen, was selten vorkommt. Wie ich aber schon ahnte war Drama hier und Drama da. Nicht wirklich was neues. Man mag hier vielleicht nicht den Zusammenhang verstehen, aber was mir in Amsterdam immer deutlicher geworden ist, es ist besser etwas zu vermissen als alles so hinzunehmen. Trotz einiger Streitereien war es eine schöne Reise. Danke Amsterdam !

Alle Fotos wurden von meiner Schwester gemacht.






2 Kommentare:

  1. Ihre Gedanken zur Herbstmelancholie und Ihre Erinnerungen an eine Reise nach Amsterdam haben das Süßsaure gemeinsam, Positives und Negatives gehen eine harmonische Verbindung ein. Man liest mit etwas unheimlichem Erstaunen, mit welcher Leichtigkeit Sie das Familiendrama als ›normal‹ abhaken.
    Ein kritischer Hinweis: Konkrete Beispiele wie das Skizzenbuch (hier mit Bild), in das Sie zeichnen, geben mehr her als allgemeine Feststellungen wie ›Das Essen war gut‹, weil man dann mahr über Sie erfährt. Man kann Erlebnisse auch atmosphärisch schildern: Zum Beispiel wenn Sie schreiben, Sie waren im ›American Bookstore‹: Wie fühlt man sich da in Unmengen Büchern? Wie ordentlich oder chaotisch ist es, wie riecht es da? etc. Mit solchen und anderen Details vermittelt man dem Leser sofort eine erweiterte Erfahrung, es tun sich Bilder auf, man kann vergleichen mit eigenen Erfahrungen, oder es entsteht gar eine Art 3D-Gefühl :)

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  2. PS schön, dass Sie das Ganze bebildert haben.

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